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Grabungsstelle Eschenz

Eschenz-Tasgetium

 

GrabungsstelleGrabungskampagne 2009

Die Grabung in Unter-Eschenz wurde im Frühling wieder aufgenommen. Die guten Erhaltungsbedingungen auch für unscheinbare pflanzliche wie tierische Resten erlaubten eine weitergehende Untersuchung dieses Materials. Darum führte vom 24. bis 28. August 2009  eine Gruppe von 20 Studierenden des Instituts für prähistorische und naturwissenschaftliche Archäologie (IPNA) der Universität Basel in Eschenz einen Feldkurs durch (siehe unten : Ältester Flaschenkürbis).

Abschluss der Grabung

Pünktlich auf Beginn des unangenehmen Herbstwetters konnte die diesjährige Grabungskampagne in Unter-Eschenz abgeschlossen werden. Sie erbrachte wieder spannende Erkenntnisse über das römische Leben in Tasgetium.

Bauen im Sumpf

Die Gründer der kleinstädtischen Siedlung standen vor einigen Problemen: der Baugrund befindet sich im Bereich eines Schwemmdeltas und von wasserführenden Schichten. Der sumpfige Boden musste also zuerst trockengelegt werden, bevor die ersten Häuser errichtet werden konnten.
Das Amt für Archäologie hat jetzt verschiedene Baumassnahmen dokumentiert, die zur Entsumpfung des Baugrundes dienten: ein Netz von kleinen Entwässerungskanälen führte das Wasser in Richtung Rhein ab. Der umliegende Grund war von einer dichten Schicht aus Ästen und Holzabfällen bedeckt.
Die darin gefundenen Scherben und Tierknochen datieren in die Gründungszeit von Tasgetium um Christi Geburt. Wichtig sind in diesem Zusammenhang einige aus dem italischen Raum importierte Gefässe, die um die Zeitenwende produziert worden waren. Auch sie zeigen, dass die ersten Gebäude zur Zeit der römischen Eroberung errichtet wurden.
Weitere Funde, so ein hölzerner Griff, der vermutlich von einer Handkarre stammt, bezeugen die intensive Bautätigkeit in der Anfangszeit der Siedlung.

Die Funde sind im Museum für Archäologie in Frauenfeld ausgestellt.

Mehr Infos: Tasgetium 2009

Naturwissenschaftliche Untersuchungen

Ältester Flaschenkürbis aus Eschenz 2009


 
Panflöte aus BuchsbaumGrabungskampagne 2008

Das Amt für Archäologie untersucht weiterhin die im Boden erhaltenen Reste der mittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Vitus-Kirche und Besiedlungsdetails vom römischen vicus TASGETIUM.
Die diesjährigen Grabungsarbeiten dauern von Juni bis etwa Dezember 2008.

Mehr Infos:  Tasgetium 2008

Grabungsergebnisse im Oktober 2008 (Eschezer Dorfzytig)


Bilder Grabungskampagne 2008

A-2008_30_06 B-Zelt C-Simone
A-Grabungsbeginn anfangs Juli 2008 in Unter-Eschenz B-Zum Schutz der Grabungsstelle wurde ein Zelt errichtet. C-Die Grabung wird von Archäologin Simone Benguerel überwacht.
D-Karneolgemme
D-Ein weiterer interessanter Fund: Karneolgemme mit dem Bildnis des Gottes Neptun.

Geschichtsrundgang in Eschenz und Burg/Stein am Rhein